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Französische Wörter, die es auch im Deutschen gibt

 

Die Beziehung zwischen Deutsch und Französisch ist wirklich eigenartig.

Die "falschen Freunde" sind sehr zahlreich, aber es gibt auch "echte" Freunde, d.h. französische Wörter, wofür es (in den meisten Fällen) ein gleichbedeutendes deutsches Wort gibt, die aber trotzdem "adoptiert" und ins deutsche Wörterbuch aufgenommen wurden (vermutlich aufgrund ihrer hinreissenden Schönheit…). In manchen Fällen ist die Schreibart angepasst worden. Was die Aussprache betrifft, wird bei Wörtern, die mit "e" enden, dieses "e" ausgesprochen, was im Französischen undenkbar wäre… Einige Wörter, wie zum Beispiel Avantgarde oder Déja-vu, sind seit langem fester Bestandteil von sehr vielen Sprachen, andere werden nur im Deutschen benutzt (ausser natürlich im Französischen).

Dieses sprachliche Phänomen heisst Entlehnung, d.h. die Übernahme sprachlicher Bestandteile aus einer Sprache in eine andere. Auf diesem Wege entstehende Wörter nennt man Lehnwörter. Die Sprache, aus der das Wort ursprünglich stammt, wird Quellsprache genannt, und die Sprache, die das Wort aufnimmt, ist die Nehmersprache. Wenn das Wort an Flexion, Aussprache und Schreibgewohnheiten nicht angepasst wird, bleibt es ein Fremdwort. Die vielen englischen Ausdrücke in der Informatikbranche sind Beispiele dafür.

Hier eine kleine Liste der häufigsten Entlehnungen aus dem Französischen:

Accessoire – Zubehör

Affront – Beleidigung, Kränkung

Aplomb – selbstsicheres Auftreten bis zur Unverschämtheit

Apropos – übrigens, nebenbei bemerkt

Blamage – peinlicher Vorfall, Blossstellung

Bredouille – Verlegenheit, Bedrängnis

Courage – Mut

Charme – Anmut, Reiz

Charmeur – Verführer

chic – stilvoll, elegant

Debüt – erster Auftritt

Déjà-vu – das Gefühl, ein Erlebnis schon einmal gehabt zu haben

Engagement – Einsatz

Entrée – Eingangsraum, Eintritt

Eklat – Skandal

Esprit – Geist, Witz, Schlagfertigkeit

Faible – Vorliebe, Hang

Farce – Posse, Streich, Peinlichkeit

Fauxpas – Taktlosigkeit

Flaneur – Spaziergänger aus purem Genuss

Gourmet – Feinschmecker, Geniesser

Hommage – Huldigung, Ehrung

Interieur – Inneneinrichtung

Jargon – spezieller Wortschatz, Slang

Kartonage – Verpackung aus Karton

Laissez-faire – Gewährenlassen, Nichteinmischung

Liaison – Verhältnis, Liebschaft

Malheur – Missgeschick

Manege – Bühne (im Zirkus)

Mannequin – Model oder Schaufensterpuppe

Marotte – Eigenart, seltsame Angewohnheit

Melange – Gemisch

Ménage-à-trois – Dreiecksverhältnis

Misere – Elend, Notlage

Montage – Aufbau, Zusammenstellung

Necessaire – Tasche mit Toilettenartikeln

Nonchalance – Lässigkeit, Unbekümmertheit

Nuance – Schattierung, Abstufung

Pendant – Gegenstück, Entsprechung

Potpourri – Mischung aus mehreren Zutaten

Portemonnaie – Geldbeutel

Promenade – Spazierweg

Rage – Wut

Reglement – Liste von Regeln oder Vorschriften

Renommee – Ruf, Ansehen

Revue – Show oder Zeitschrift

Salär – Lohn

Silhouette – Umriss

Souvenir – Andenken

Sujet – Thema

Teint – Gesichts- oder Hautfarbe

Timbre – Klangfarbe

Tirade – Redeschwall

Tour – Rundfahrt, Ausflug

Trance – Dämmerungszustand, Bewusstseinsveränderung

Tranche – Teilbetrag, Abschnitt

Trottoir – Bürgersteig

Verve – Schwung, Begeisterung

Vis-à-vis – von Angesicht zu Angesicht / gegenüber