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Die graphische Gestaltung von Lehrmitteln

Die graphische Darstellung des Lernmaterials spielt beim Lernen eine viel grössere Rolle als wir denken. Wir sollten sie deshalb nicht unterschätzen.

Manchmal haben wir mit inhaltlich guten Büchern zu tun, deren Gestaltung aber langweilig ist oder zu chaotisch wirkt. Während manche Lehrbücher eher altmodisch wirken, wollen andere um jeden Preis "lässig" aussehen und bieten bei jeder Seite eine Fülle von verschiedenen Stimuli an, die nach einer Weile das Auge ermüden oder irritieren. Das kann die Lernqualität beeinträchtigen.

Das Visuelle muss nach unseren persönlichen Kriterien ansprechend sein, damit wir ermutigt werden, uns mit dem Material zu befassen. Bücher und Arbeitsblätter sind in einem gewissen Sinne auch "Orte"; Orte, wo wir uns gerne aufhalten sollten, damit wir sie öfters besuchen und davon profitieren. Wer will sich schon in einem düsteren oder schlecht eingerichteten Zimmer aufhalten?

Am besten kümmern wir uns selbst um die "Einrichtung" unseres Lernmaterials. Der Aufwand könnte sich lohnen (sofern wir es nicht übertreiben...). Das Ziel sollte nicht eine übermässige Sorge um die Ästhetik sein, sondern eine zweckmässige. Die Freude am Lernen sollte nach wie vor im Vordergrund stehen.

Welche Kriterien machen visuell ansprechendes Lernmaterial aus?Farbe ist natürlich wichtig, wie auch eine gewisse Anzahl graphischer Elemente. Auch Fancy fonts (originelle Schriften) machen die Arbeitsblätter sympathischer. Die räumliche Einteilung des Materials auf dem Blatt ist besonders wichtig, so wie auch die Quantität: es soll nie zu viel Material auf einem Blatt Platz haben. Wir sollten das Ganze überblicken können und uns nicht verlieren.

Eine dichte Zusammenfassung auf einem einzigen Blatt ist nur sinnvoll, wenn wir das Material schon gelernt haben und eine blosse Gedächtnisstütze brauchen.

Wer mit Lehrbüchern arbeitet, sollte eine Zusammenfassung der Sprachstrukturen und des Wortschatzes selbst gestalten. Das Material kann auch in einer anderen Reihenfolge geordnet werden und muss nicht unbedingt den Kapiteln des Lehrbuches folgen.

Wer der Aufwand zuerst scheut, kann die Strategie testen, indem er/sie ein einziges Kapitel aus einem Lehrbuch «umgestaltet». Er/sie wird dann feststellen können, ob sich die neue Verteilung des Lernmaterials auf sein/ihr Lernverhalten positiv auswirkt oder nicht.

Wenn wir mit Chunks, Clusters und Dialogen arbeiten, werden wir sowieso Vorlagen brauchen, um dieses Material aufzubewahren.

Als Inspiration können Sie drei Musterblätter herunterladen:

Chunks-Arbeitsblätter
M
usterdialoge-Arbeitsblätter 
Bild Wortigel